BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Klimaschutz geht alle an!
Daher treffen sich Anfang Dezember die Regierenden der Welt um über eine verbindliches Klimaabkommen zu debattieren. Die Gründe für eine klimatische Veränderung sind vielschichtig. Neben natürlichen Prozessen, spielt seit geraumer Zeit das menschliche Handeln eine maßgebliche Rolle. Die Energie der Sonne, die uns seit Milliarden Jahren nahezu konstant erreicht, wird nur zum Teil auf der Erde gespeichert, sondern zumeist ins All zurückgestrahlt. Der genaue Anteil hängt von der Zusammensetzung der Atmosphäre ab. Die vermehrte Anreicherung von Kohlendioxid (CO2) durch die Verbrennung organischer Masse lässt weniger Wärme entweichen und führt zu einer Erwärmung der Atmosphäre. Dies zeigt sich auch im zurückliegenden Jahr, das als eines der wärmsten Jahre seit den Klimaaufzeichnungen zu Buche schlagen wird. Na und, wen juckt's?

An dieses Wetter könnte man sich doch glatt gewöhnen. Sonnenschein und milde Temperaturen bis in den November. Da lässt sich die Klimaerwärmung doch gut aushalten, oder? Die Freude darüber wäre aber leider recht kurzsichtig und auch egoistisch gedacht. Neben der diesjährigen Wärme verzeichnen wir auch eine enorme Trockenheit, die insbesondere unsere Landwirtschaft in arge Bedrängnis brachte. Auch dies ist eine der vielen Reaktionen des Klimas auf seine Erwärmung. Ebenso unerfreulich ist es für die heimischen Tiere, die jetzt eigentlich in den Winterschlaf fallen sollten. Nahrung ist kaum noch zu finden, insbesondere wer auf Insekten angewiesen ist, und an Winterschlaf ist nicht zu denken. Das Klima der Erde hat sich schon immer gewandelt und verändert, meist allerdings allmählich, so dass sich die Lebewesen daran anpassen konnten. Abrupte Änderungen, und die aktuelle Klimaerwärmung muss so eingeschätzt werden, führen dagegen zu Massenaussterben. Dies können wir uns nicht leisten! Wir entziehen uns damit unserer eigenen Lebensgrundlagen.

Was kann getan werden, um die Klima-Erwärmung in Grenzen zu halten? Dies muss ein gemeinsames Ziel sein, und jeder Einzelne kann dazu beitragen. Auch hier gilt der oft zitierte Ausspruch "Kleinvieh macht auch Mist". Denn die Lebensweise entscheidet mit darüber wie viel jeder Einzelne zur Erwärmung beiträgt. Mobilität, Stromverbrauch und Ernährungsverhalten können sowohl mit hohen oder niedrigen CO2 Emissionen verknüpft sein. Beim Autofahren oder Fliegen ist es sofort einsichtig, weniger Treibstoffverbrauch bedeutet auch weniger CO2 Ausstoß. Bei andere Dingen des täglichen Lebens liegen die Zusammenhänge weniger klar auf der Hand und erfordern ein bewusster Nachdenken. Ich bin mir sicher, dass hier fast jeder noch etwas verändern könnte. Aber eines ist auch klar, ohne eine Änderung beim "Großvieh" lässt sich das Ziel nicht erreichen. Daher ist es ebenfalls möglich und notwendig, Wirtschaft und Politik klar zu machen, dass Klimaschutz unumgänglich ist. Nehmen Sie ihre Chance wahr und sprechen Politiker an oder beteiligen sich an den vielfältigen Aktionen im Vorfeld des Klimagipfels. Nur wenn sich viele äußern, wird sich etwas ändern.

Quelle: http://www.bund-eppstein.de/themen_und_projekte/klimaschutz/